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Welche Gründe gibt es für einen verringerten Vergütungsanspruch?

Es gibt unterschiedliche Gründe für einen verringerten Vergütungsanspruch, die wir im Folgenen auflisten:

1. Entfall Vergütungsanspruch

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 42 EEG 2017:

•Beim erzeugten Strom handelt es sich nicht ausschließlich um Strom aus Biomasse im Sinne der Biomasseverordnung. Die Einsatzstoffe waren somit zumindest teilweise nicht als Biomasse anerkannt, wodurch der Vergütungsanspruch entfällt.

Nach § 100 Abs. 5 EEG 2017 (Nichterfüllung der Systemstabilitätsverordnung):

•Die Nachrüstung der Anlage zur Sicherung der Systemstabilität wurde nicht fristgerecht durchgeführt. Für jeden Monat, in dem die Voraussetzungen nicht eingehalten wurden, verringert sich die Vergütung auf Null. Wenn keine registrierende Leistungsmessung (RLM) vorhanden ist, verringert sich der Vergütungsanspruch in dem Kalenderjahr um ein Zwölftel.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 41 EEG 2017:

•Die Deponiegasanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 7 EEG 2004:

•Die Deponie-, Klär- oder Grubengasanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 45 EEG 2017:

•Die Geothermieanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 41 Abs. 3 EEG 2017:

•Die Grubengasanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 41 Abs. 3 EEG 2017:

•Die Klärgasanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 48 EEG 2017:

•Die Photovoltaikanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG. Dies kann verschiedene Gründe haben. Ein Beispiel hierfür ist, wenn das Gebäude oder die bauliche Anlage vorrangig zur Erzeugung von Strom aus Solarenergie errichtet wurde oder der Bebauungsplan keine Anlage zur Erzeugung von Strom aus Solarenergie ausweist.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 40 EEG 2017:

•Die Wasserkraftanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG. Das ist beispielsweise der Fall wenn die Anlage nicht im räumlichen Zusammenhang mit einer bestehenden Stauanlage oder ohne durchgehen Querverbauung errichtet wurde.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 10 EEG 2004:

•Die Windenergieanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG. Im EEG 2004 ist beispielsweise eine Voraussetzung, dass am geplanten Standort mindestens 60 Prozent des Referenzertrags erzielt werden kann.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 46 EEG 2017:

•Die Windenergieanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG

2. Verringerung auf Null

nach § 52 Abs. 1 Nr. 1 EEG 2017  (Unterlassene Anmeldung im Anlagenregister):

•Die Anmeldung einer neuen Anlage im Anlagenregister ist Voraussetzung für den Vergütungsanspruch. Bis zur Anmeldung der Anlage verringert sich der Vergütungsanspruch auf null. Photovoltaik-Anlagen können in einem eigenen Meldeportal  bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden. Für die anderen Energieträger kann der Ablauf der Meldung auf der Internetseite der Bundesnetzagentur nachgelesen werden.

nach § 52 Abs. 1 Nr. 2 EEG 2017  (Nichtmeldung einer Leistungserhöhung an das Anlagenregister):

•Die Erhöhung der installierten Leistung einer bestehenden Anlage muss ebenfalls im Anlagenregister registriert werden. Bis zur Übermittlung der Leistungserhöhung einer Anlage verringert sich der Vergütungsanspruch auf null. Photovoltaik-Anlagen können in einem eigenen Meldeportal bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden. Für die anderen Energieträger kann der Ablauf der Meldung auf der Internetseite der Bundesnetzagentur nachgelesen werden.

nach § 52 Abs. 1 Nr. 3 EEG 2017  (Pflichtverletzung bei anteiliger DV):

•Bei der anteiligen Direktvermarktung darf der Strom prozentual auf verschiedene Veräußerungsformen aufgeteilt werden. Der jeweilige Prozentsatz muss dabei nachweislich jederzeit eingehalten werden. Wenn dies nicht der Fall ist, verringert sich die Vergütung auf null.

nach § 52 Abs. 1 Nr. 3 EEG 2017 (Fehlender Nachweis zur Stilllegung einer anderen Biomethananlage):

•Sofern Anlagen ausschließlich Biomethan zur Stromerzeugung einsetzen, müssen sie vor dem erstmaligen Betrieb einen Nachweis erbringen, dass dafür eine andere Biomethanlage endgültig stillgelegt wurde. Die Stilllegung muss im Anlagenregister der Bundesnetzagentur registriert worden sein.

nach § 33 Abs. 4 EEG 2012 (Verstoß gegen getrennte Messung):

•Der Strom aus PV-Anlagen darf nur dann über eine gemeinsame Messeinrichtung erfasst werden, wenn alle gemeinsam gemessenen Anlagen die gleiche Begrenzung der förderfähigen Strommenge nach dem Marktintegrationsmodell aufweisen. Andernfalls verringert sich der Vergütungsanspruch für den gesamten Strom sämtlicher gemeinsam gemessener Anlagen auf Marktwert. Die Vergütung des selbstverbrauchtes Stroms reduziert sich auf null.

3. Entfall der Marktprämie

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 42 EEG 2017:

•Beim erzeugten Strom handelt es sich nicht ausschließlich um Strom aus Biomasse im Sinne der Biomasseverordnung. Die Einsatzstoffe waren somit zumindest teilweise nicht als Biomasse anerkannt, wodurch der Vergütungsanspruch entfällt.

Nach § 100 Abs. 5 EEG 2017 (Nichterfüllung der Systemstabilitätsverordnung):

•Die Nachrüstung der Anlage zur Sicherung der Systemstabilität wurde nicht fristgerecht durchgeführt. Für jeden Monat, in dem die Voraussetzungen nicht eingehalten wurden, verringert sich die Vergütung auf Null. Wenn keine registrierende Leistungsmessung (RLM) vorhanden ist, verringert sich der Vergütungsanspruch in dem Kalenderjahr um ein Zwölftel.

nach § 20 EEG 2017 (Nichteinhaltung der Voraussetzungen der Marktprämie):

•Damit eine Anlage in der geförderten Direktvermarktung vergütet werden darf, müssen drei Voraussetzungen eingehalten werden. Erstens darf kein vermiedenes Netzentgelt in Anspruch genommen werden, zweitens muss die Anlage fernsteuerbar sein und drittens darf der Strom ausschließlich in einen Bilanzkreis bilanziert werden, in dem nur Strom in der Marktprämie bilanziert wird. Sofern eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt ist, verringert sich die Vergütung auf den Monatsmarktwert.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 7 EEG 2004:

•Die Deponiegasanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 7 EEG 2004:

•Die Deponie-, Klär- oder Grubengasanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 45 Abs. 1 EEG 2017:

•Die Geothermieanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 41 Abs. 3 EEG 2017:

•Die Grubengasanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 41 Abs. 2 EEG 2017:

•Die Klärgasanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 48 EEG 2017:

•Die Photovoltaikanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG. Dies kann verschiedene Gründe haben. Ein Beispiel hierfür ist, wenn das Gebäude oder die bauliche Anlage vorrangig zur Erzeugung von Strom aus Solarenergie errichtet wurde oder der Bebauungsplan keine Anlage zur Erzeugung von Strom aus Solarenergie ausweist.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 40 EEG 2017:

•Die Wasserkraftanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG. Das ist beispielsweise der Fall wenn die Anlage nicht im räumlichen Zusammenhang mit einer bestehenden Stauanlage oder ohne durchgehen Querverbauung errichtet wurde.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 10 EEG 2004:

•Die Windenergieanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG. Im EEG 2004 ist beispielsweise eine Voraussetzung, dass am geplanten Standort mindestens 60 Prozent des Referenzertrags erzielt werden kann.

Bei Nichterfüllung der Anforderungen § 46 EEG 2017:

•Die Windenergieanlage ist nicht förderfähig nach dem EEG.

4. Verringerung der Marktprämie auf Managementprämie

nach § 101 Abs. 1 EEG 2017  (Überschreitung Höchstbemessungsleistung):

•Für Bestandsanlagen, die vor dem 1. August 2014 in Betrieb gegangen sind, besteht seit der Novellierung des EEG 2014 eine Höchstgrenze der förderfähigen Energiemenge (Höchstbemessungsleistung). Diese beträgt 95 % der installierten Leistung oder das historische Maximum der Bemessungsleistung in einem Kalenderjahr seit der Inbetriebnahme. Der Anteil des Stroms, der darüber hinausgehend erzeugt wird, wird nur mit dem Monatsmarkt vergütet.

Nach § 27 Abs. 7 Satz 1 EEG 2012 (Verstoß gegen § 27 Abs. 4 oder 5):

•Biogasanlagen müssen mindestens 25 % im ersten Kalenderjahr nach der Inbetriebnahme  und danach 60 % des erzeugten Stroms in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugen. Zudem muss die zur Stromerzeugung genutzte Biomasse in einem Einsatzstoff-Tagebuch dokumentiert werden. Sofern eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt ist, verringert sich die Vergütung auf den Monatsmarktwert.

5. Verringerung der Marktprämie auf reguläre Managementprämie

Nach § 33 Abs. 2 EEG 2012  (Überschreitung 90 %):

•Das Marktintegrationsmodell wurde mit der Novellierung des EEG im Jahr 2012 eingefügt. In §33 wurde festgelegt, dass nur noch 90 % der erzeugten Strommenge eine Förderung nach den EEG-Einspeisetarifen erhalten kann. Die übrigen 10 % sollten zunächst selbst verbraucht werden. Für die über der Fördergrenze eingespeiste Energie kann nach dem Marktintegrationsmodell lediglich der entsprechende Börsenmarktwert vergütet werden. Mit der EEG Novelle 2014 wurde das Marktintegrationsmodell für Neuanlagen zum 1. August 2014 gestrichen.

6. Verringerung der Markprämie auf erhöhte Managementprämie

Nach § 33 Abs. 2 EEG 2012 (Überschreitung 90 %):

•Das Marktintegrationsmodell wurde mit der Novellierung des EEG im Jahr 2012 eingefügt. In §33 wurde festgelegt, dass nur noch 90 % der erzeugten Strommenge eine Förderung nach den EEG-Einspeisetarifen erhalten kann. Die übrigen 10 % sollten zunächst selbst verbraucht werden. Für die über der Fördergrenze eingespeiste Energie kann nach dem Marktintegrationsmodell lediglich der entsprechende Börsenmarktwert vergütet werden. Mit der EEG Novelle 2014 wurde das Marktintegrationsmodell für Neuanlagen zum 1. August 2014 gestrichen.

7. Verringerung der Marktprämie

Nach § 33 Abs. 4 EEG 2012 (Verstoß gegen getrennte Messung):

•Der Strom aus PV-Anlagen darf nur dann über eine gemeinsame Messeinrichtung erfasst werden, wenn alle gemeinsam gemessenen Anlagen die gleiche Begrenzung der förderfähigen Strommenge nach dem Marktintegrationsmodell aufweisen. Andernfalls verringert sich der Vergütungsanspruch für den gesamten Strom sämtlicher gemeinsam gemessener Anlagen auf Marktwert.

8. Verringerung der erhöhte Marktprämie

Nach § 33 Abs. 4 EEG 2012 (Verstoß gegen getrennte Messung):

•Der Strom aus PV-Anlagen darf nur dann über eine gemeinsame Messeinrichtung erfasst werden, wenn alle gemeinsam gemessenen Anlagen die gleiche Begrenzung der förderfähigen Strommenge nach dem Marktintegrationsmodell aufweisen. Andernfalls verringert sich der Vergütungsanspruch für den gesamten Strom sämtlicher gemeinsam gemessener Anlagen auf Marktwert.

9. Verringerung Marktprämie auf Null

nach § 44b Abs. 1 EEG 2017 (Einspeisung >50 % der Bemessungsleistung):

•Für neue Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 100 kW seit der Novellierung des EEG 2014 zum 1. August 2014 wird pro Kalenderjahr nur eine erzeugte Strommenge vergütet, die maximal 50 % der installierten Leistung beträgt. Der Anteil des Stroms, der darüber hinausgehend erzeugt wird, wird mit dem Monatsmarkt vergütet.

nach § 44c Abs. 1 EEG 2017 bzw. § 47 Abs. 2 EEG 2014  (Verstoß gegen Vorlage des Einsatzstofftagebuchs nach § 44c Abs. 1 S. 1 EEG 2017 bzw. § 47 Abs. 2 Nr. 1 EEG 2014):

•Der finanzielle Anspruch für Strom aus Biomasse besteht nur, wenn über ein Einsatzstofftagebuch mittels Art, Herkunft, Menge und Einheit der eingesetzten Stoffe nachgewiesen wird, welche Biomasse und in welchem Umfang Speichergas oder Grubengas eingesetzt werden. Liegt ein Einsatzstofftagebuch nicht vor, verringert sich der Vergütungsanspruch auf null.

nach § 44c Abs. 3 EEG 2017  (Fehlender Nachweis KWK bzw. Stromanteil flüssiger Biomasse):

•Der finanzielle Anspruch für Strom aus Biomasse besteht nur, wenn für Biomethananlagen über ein Umweltgutachten die Einhaltung der Kraft-Wärme-Kopplung nachgewiesen wird oder für Strom aus flüssiger Biomasse ein Einsatzstofftagebuch vorgelegt wird. Biomethananlagen mit einer installierten Leistung von weniger als 2 Megawatt können statt eines Umweltgutachtens auch geeignete Herstellerunterlagen vorlegen. Liegt einer der Nachweise nicht vor, verringert sich die Vergütung auf den Monatsmarktwert.

10. Verringerung auf Marktwert

nach § 52 Abs. 2 Nr. 1 EEG 2017 (Verstoß gegen technische Vorgaben):

•Eine wichtige Voraussetzung für den Vergütungsanspruch sind die technischen Vorgaben. Hierzu gehören die Ausrüstung mit einem Funkrundsteuerempfänger (FRE) zur Umsetzung von Einspeisemanagement-Signalen, technische Vorrichtungen für Biogasanlagen und für Windenergieanlagen die Erfüllung der Anforderungen der Systemdienstleistungsverordnung. Sofern eine oder mehrere der technischen Vorgaben nicht eingehalten werden, verringert sich die Vergütung auf den Monatsmarktwert.

nach § 52 Abs. 2 Nr. 2 EEG 2017  (Verstoß gegen Meldepflicht zum Wechsel der Vermarktungsform):

•Der Wechsel zwischen den verschiedenen Vermarktungsformen (Direktvermarktung, Einspeisevergütung für kleine Anlagen nach § 37 oder in Ausnahmefällen nach § 38) muss gegenüber dem Netzbetreiber rechtzeitig angemeldet werden. Ist dies nicht der Fall, so verringert sich die Vergütung auf den Monatsmarktwert.

nach § 52 Abs. 2 EEG 2017 bzw. § 25 Abs. 2 Nr. 3 EEG 2014 (Verstoß gegen Stromüberlassung nach § 21 EEG 2017 bzw. § 39 Abs. 2 EEG 2014):

•Damit ein Anspruch auf die Vergütung gemäß EEG besteht, muss der gesamte erzeugte Strom dem Netzbetreiber zur Verfügung stellen, außer er wird in unmittelbarer räumlicher Nähe zur Anlage verbraucht. Insbesondere ist die Teilnahme am Regelenergiemarkt untersagt. Wird dagegen verstoßen, dann verringert sich die Vergütung auf den Monatsmarktwert.

nach § 25 Abs. 2 Nr. 5 EEG 2017 bzw. § 25 Abs. 2 Nr. 4 EEG 2014 (Doppelvermarktung):

•Strom darf nicht mehrfach verkauft oder an dritte Personen veräußert werden. Sollte das trotzdem geschehen, so verringert sich die Vergütung auf den Monatsmarktwert.

Nach § 25 Abs. 2 Nr. 5 (Vorbildfunktion öffentlicher Gebäude):

•Wenn die Anlage nur zur Erfüllung der Vorbildfunktion öffentlicher Gebäude errichtet oder betrieben wird, dann verringert sich die Vergütung auf den Monatsmarktwert.

nach § 27 Abs. 7 Satz 1 EEG 2012 (Verstoß gegen § 27 Abs. 4 oder 5):

•Biogasanlagen müssen mindestens 25 Prozent im ersten Kalenderjahr nach der Inbetriebnahme  und danach 60 Prozent des erzeugten Stroms in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugen. Zudem muss die zur Stromerzeugung genutzte Biomasse in einem Einsatzstoff-Tagebuch dokumentiert werden. Sofern eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt ist, verringert sich die Vergütung auf den Monatsmarktwert.

11. Verringerung auf Monatsmarktwert

nach § 101 Abs. 1 EEG 2017 (Überschreitung Höchstbemessungsleistung):

•Für Bestandsanlagen, die vor dem 1. August 2014 in Betrieb gegangen sind, besteht seit der Novellierung des EEG 2014 eine Höchstgrenze der förderfähigen Energiemenge (Höchstbemessungsleistung). Diese beträgt 95 % der installierten Leistung oder das historische Maximum der Bemessungsleistung in einem Kalenderjahr seit der Inbetriebnahme. Der Anteil des Stroms, der darüber hinausgehend erzeugt wird, wird nur mit dem Monatsmarkt vergütet.

nach § 33 Abs. 2 EEG 2012 (Überschreitung 90 %) für Anlagen mit RLM-Messung:

•Das Marktintegrationsmodell wurde mit der Novellierung des EEG im Jahr 2012 eingefügt. In § 33 wurde festgelegt, dass nur noch 90 % der erzeugten Strommenge eine Förderung nach den EEG-Einspeisetarifen erhalten kann. Die übrigen 10 % sollten zunächst selbst verbraucht werden. Für die über der Fördergrenze eingespeiste Energie kann nach dem Marktintegrationsmodell lediglich der entsprechende Börsenmarktwert vergütet werden. Mit der EEG Novelle 2014 wurde das Marktintegrationsmodell für Neuanlagen zum 1. August 2014 gestrichen.

 

 
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Informationen zur Wasserabrechnung

Ertüchtigungsmaßnahmen

Wenn Sie ihre Wasserkraftanlage modernisiert haben und Ihrem zuständigen Einspeisebetreuer die notwendigen Nachweise erbracht haben, wird Ihre Anlage ab dem Datum der Ertüchtigung mit dem entsprechenden anzulegenden Wert für das Kalenderjahr der Ertüchtigung vergütet. Diese Vergütung erhalten Sie den Rest dieses Kalenderjahres sowie 20 weitere volle Kalenderjahre. Die Umstellung erfolgt in der Regel rückwirkend, da der Nachweis und die Umstellung meist einige Zeit benötigt.

Eine Ertüchtigungsmaßnahme gilt nicht als neue Inbetriebnahme. Für die Verpflichtung zur Direktvermarktung nach dem EEG 2014 gilt die Anlage weiterhin als Bestandanlage.

 
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Informationen zur KWKG-Abrechnung

Vergütungsbestandteile

Im KWKG ist geregelt, dass der Anlagenbetreiber für den eingespeisten Strom eine Vergütung erhält, die sich aus folgenden Bestandteilen zusammensetzt:

•Vergütung für die eingespeiste Energie

•KWKG-Zuschlag je nach Art der Anlage und deren installierter Nennleistung

•vermiedene Netznutzungsentgelte

Die Vergütung für die eingespeiste Energie ist abhängig vom Börsenpreis. Für Anlagen bis 2 MW gilt der durchschnittliche Baseload-Preis des vorangegangenen Quartals als üblicher Preis. Den aktuellen und die vergangenen Quartalspreise können bei Leipziger Strombörse EEX abgerufen werden.

2. Selbstverbrauch

Nach dem KWKG wird auch der Selbstverbrauch, bzw. der Selbstverbrauch durch Dritte mit dem KWKG-Zuschlag befördert. Mit der Novelle de KWKG zum 1. Januar 2016 wird die Förderung auf Anlagen unter 50 kW bzw. auf Anlagen in stromkostenintensiven Unternehmen sowie weiteren Ausnahmen nach dem EEG beschränkt. Diese Zahlung unterliegt auch der Umsatzsteuer.

Die Finanzbehörden haben geregelt, dass unterstellt wird, dass der Selbstverbrauch ebenfalls eingespeist wird und somit mit den drei Komponenten Baseloadpreis, KWKG-Zuschlag und vermiedene Netznutzungsentgelte vergütet wird. Wenn Sie die Einspeisevergütung mit Umsatzsteuer erhalten, wird auch für den Selbstverbrauch Umsatzsteuer gutgeschrieben. Anschließend wird der selbst verbrauchte Strom fiktiv zurück an den Anlagenbetreiber geliefert. Dafür werden Kosten in Höhe des Baseloadpreises und der vermiedenen Netznutzungsentgelte berechnet. Auf diese Rücklieferung müssen wir in jedem Fall Mehrwertsteuer berechnen, auch wenn Sie kein Unternehmer sind und die Einspeisevergütung ohne Umsatzsteuer erhalten.

3. Anlagen mit Vorrichtungen zur Abwärmeabfuhr und Anlagen größer 2 MV

Große Anlagen (größer 2 MW) und Anlagen mit Einrichtungen zur Abwärmeabfuhr können nicht nur nach den aus den Messgeräten ermittelten Strommengen abgerechnet werden. Hier ist eine jährliche Berechnung der KWK-Netto-Stromerzeugung sowie der KWKG-Nettoeinspeisung erforderlich. Diese ist dem Netzbetreiber und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vorzulegen. Auf der Basis dieser Berechnung werden dann die Zählerwerte korrigiert. Mit der Novelle des KWKG zum 1. Januar 2016 entfällt die Pflicht ein Wirtschaftsprüfertestat vorzulegen.

Anlagen mit Vorrichtungen zur Abwärmeabfuhr besitzen eine technische Einrichtung, welche die Strom- und Nutzwärmeerzeugung entkoppelt. In einer KWK-Anlage führt eine solche Einrichtung die erzeugte Wärme ungenutzt an die Umgebung ab. Die einfachste Einrichtung ist beispielsweise ein Notkühler, der die Wärme ungenutzt an die Umgebungsluft abgibt.

Wenn eine Anlage über eine solche Vorrichtung verfügt, muss das im Zulassungsantrag an das BAFA gemeldet werden. Diese Einrichtung wird dann auch unter Punkt 10 im Zulassungsbescheid eingetragen und so an den Netzbetreiber mitgeteilt.

Wenn nicht die gesamte erzeugte Strommenge als KWK-Stromerzeugung vergütet werden kann, werden die tatsächlich gemessenen Werte für Einspeisung und Selbstverbrauch mit dem Quotienten aus Wärmerzeugung und Nutzwärme multipliziert. Wenn z.B. nur 95 % der erzeugten Wärme tatsächlich genutzt wurden, erhalten Sie auch nur 95 % der tatsächlich gemessenen Einspeisung bzw. des Selbstverbrauchs nach dem KWKG vergütet.

 

 
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Informationen zur Biomasseabrechnung

1. Fördergrenze / Höchstbemessungsleitung

Mit der Novellierung des EEG im Jahr 2014 hat der Gesetzgeber eine maximale Fördergrenze für Biogasanlagen eingefügt. Diese ist für Anlagen mit der Inbetriebnahme vor dem 1. August 2014 in § 101 Abs. 1 geregelt. Die Fördergrenze ergibt sich in diesen Fällen aus dem jeweils höheren Wert: 95 % der installierten Leistung oder dem historischen Maximum der jeweiligen Bemessungsleistung.

Die Fördergrenzen nach dem EEG 2014 werden in den neuen Einspeiserabrechnungen mit der folgenden Grafik dargestellt:

 
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Informationen zur Windabrechnung

1. Monatliche Abrechnungssicht

Für Sie als Betreiber von Windkraftanlagen bringen die neuen Einspeiserabrechnungen eine erhebliche Reduzierung der Seitenzahl mit sich. Wie haben wir das erreicht?

Zum einen nutzen wir den vorhandenen Platz besser aus. Wir bilden mehrere Anlagen auf einer Seite ab, sodass wir weniger leere Flächen produzieren.

Zum anderen erhalten Sie mit den neuen Einspeiserabrechnungen künftig eine monatliche Abrechnungssicht. Für die Monate Januar – November wird jeweils nur der aktuelle Monat dargestellt. Somit sparen wir in der Abrechnung die platzraubende Darstellung der monatlichen Marktwerte, welche durch die Abrechnung mehrerer Windkraftanlagen noch potenziert wird. Am Jahresende erhalten Sie wie gewohnt eine zusammenfassende Übersicht des gesamten Jahres.

Sofern Korrekturen in den Vormonaten darzustellen sind, wird dies über neue Korrekturzeilen gelöst. Am Beispiel eines fehlerhaften Marktwerts für den Monat Juli würde die Korrektur wie folgt aussehen:

 

 
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Informationen zur Photovoltaikabrechnung

1. Selbstverbrauch

Für Photovoltaikanlagen mit einer Inbetriebnahme ab dem 1. Januar 2009 besteht die Möglichkeit einer finanziellen Förderung des separat gemessenen Selbstverbrauchs. Zunächst lag die Fördergrenze bei Anlagen mit einer installierten Leistung bis 30 kWp. Ab dem 1. Juli 2010 war durch Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz der geförderte Selbstverbrauch für Neuanlagen bis zu 500 kWp zugelassen. Der geförderte Selbstverbrauch wurde mit der Novellierung des EEG zum 31. Dezember 2011 für Neuanlagen gestrichen.

2. Marktintegrationsmodell

Das Marktintegrationsmodell wurde mit der Novellierung des EEG im Jahr 2012 eingefügt. In § 33 wurde festgelegt, dass nur noch 90 % der erzeugten Strommenge eine Förderung nach den EEG-Einspeisetarifen erhalten kann. Die übrigen 10 % sollten zunächst selbst verbraucht werden. Für die über der Fördergrenze eingespeiste Energie kann nach dem Marktintegrationsmodell lediglich der entsprechende Börsenmarktwert vergütet werden.

In den neuen Einspeiserabrechnung wird das Marktintegrationsmodell mit der folgenden Grafik dargestellt:

 
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Allgemeine Informationen zur Einspeisung

1. Abrechnungsvarianten

Standardlastprofil (SLP)

Anlagen mit einer installierten Leistung bis zu 100 kW erhalten in der Regel diese Messvorrichtung. Es wird zum 31.12. jeden Jahres eine Abrechnung mit dem Zeitraum vom 1.1. – 31.12. erstellt. Der Anlagenbetreiber sollte bis spätestens zum 28.2. des Folgejahres die Zählerstände zum Stichtag 31.12. mitteilen, damit die Abrechnung zeitnah erstellt werden kann. Jeder Anlagenbetreiber erhält zur Mitteilung des Zählerstandes an den Verteilnetzbetreiber (VNB) eine Ablesekarte. Sollte dies nicht der Fall sein, so kann der Anlagenbetreiber die Zählerstände auch selbstständig an den VNB mitteilen.

Registrierte Lastgangmessungen (RLM)

Eine registrierende Lastgangmessung ist ein Messvorgang, der nach dem EEG bei Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 100 kW verbaut sein muss. Eine spezielle Messeinrichtung ermittelt in einem Intervall von 15 Minuten einen Leistungswert. Die Gesamtheit aller Leistungswerte über eine Messperiode wird Lastgang genannt. In regelmäßigen Abständen werden diese Lastgänge an den Verteilnetzbetreiber (VNB) direkt über die Stromleitung, das Mobilfunknetz oder einen Internetanschluss übermittelt. Die Abrechnung erfolgt monatlich.

2. Bemessungsleistung

Im Sinne des EEG ist die „Bemessungsleistung“ einer Anlage der Quotient aus der Summe der in dem jeweiligen Kalenderjahr erzeugten Kilowattstunden und der Summe der zur Verfügung stehenden Zeitstunden des jeweiligen Kalenderjahres. Diese berechnet sich aus der Stundenzahl eines Kalenderjahres (8.760 Stunden, im Schaltjahr 8.784 Stunden) abzüglich der vollen Stunden vor der erstmaligen Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien oder aus Grubengas durch die Anlage oder nach endgültiger Stilllegung der Anlage.

 
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