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Interflex ist ein europweites Smart-Grid Projekt

Avacon ist Partner bei dem europaweiten Smart Grid-Projekt InterFlex

Interflex-Logo

 

Durch die wachsende Anzahl dezentraler Einspeiser Erneuerbarer Energien müssen die Netze flexibel, intelligent und digital gesteuert werden. 20 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus fünf Ländern Europas wollen deshalb mit Unterstützung der Europäischen Kommission die Energiewelt „smarter“ machen. Dazu gehört auch Avacon.

InterFlex steht für  „Interactions between automated energy systems and Flexibilities brought by energy market players“ („Zusammenspiel zwischen automatisierten Energiesystemen und flexiblen Lösungen etablierter Energieunternehmen“). Es ist Teil des größten Forschungs- und Innovationsprogramms der EU „Horizon 2020“. Avacon ist einer von 20 internationalen Partnern im Projektkonsortium mit Vertretern aus Industrie und Forschung.

Stephan Tenges Meinung zu Interflex ist positiv

„Eine neue Steuerungslösung wird uns in die Lage versetzen, Erzeuger und Verbraucher individuell und automatisiert zu lenken. Dafür erhalten unsere Projektteilnehmer einen digitalen Zähler, ein Smart Meter Gateway und eine Steuerbox“, begeistert sich Thorsten Gross, der für Avacon das Projekt InterFlex leitet. „Damit können wir dann beispielsweise Batteriespeicher aufladen, wenn viel Strom aus Erneuerbaren Ener­gien zur Verfügung steht.“

Mit dem Projekt InterFlex soll die Energiewelt in Europa „smarter“ werden – in Deutschland ist Avacon dafür verantwortlich. In fünf Ländern Europas sind dazu Pilotprojekte angelaufen. Das Ziel: das Verbraucherverhalten und Erneuerbare Energien besser in Einklang bringen. „Wir wollen als erfahrener Netzbetreiber eine Infrastruktur entwickeln, mit der mehr grüne Energie ins Netz zu integrieren ist, die Kosten vermeidet und flexible Märkte überhaupt erst ermöglicht.“

200 Avacon-Kunden aus Lüneburg und Umgebung, die etwa über eine Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) oder ein Elektroauto verfügen, machen bei diesem Projekt mit. Die Region bietet dafür genau die richtige Struktur: städtischen Kontext, Randgebiete und ländlichen Raum, in dem zahlreiche Anlagen zur Gewinnung Erneuerbarer Energien vorhanden sind. „Ich freue mich, dass das Pilotprojekt bei uns stattfindet. Damit stärken wir die Energiewende und die Stromversorgung bei uns vor Ort“, so Tobias Winkelmann von der Klimaschutzleitstelle für Hansestadt und Landkreis Lüneburg. Und Thorsten Gross fügt hinzu: „Ist das Projekt abgeschlossen, setzen wir darauf, dass wir unser Konzept in den Regelbetrieb überführen und auch anderen Kunden zugänglich machen können.“

 

Eine kurze anschauliche Erklärung zum Projekt bei Avacon gibt folgendes Video.

Zum Film

Was steckt hinter InterFlex?

InterFlex will neue Wege aufzeigen, wie die Stromversorgung auf lokaler Ebene flexibler optimiert werden kann. In fünf Ländern in Europa werden die Konsortialpartner Demonstrationsprojekte aufbauen, um die Energiewelt smarter zu machen. In Deutschland hat Avacon die Federführung dafür übernommen. Über eine Laufzeit von drei Jahren soll das Zusammenspiel von Erneuerbaren Energien und Verbraucherverhalten besser in Einklang gebracht werden. Hier kann Avacon seine jahrzehntelangen Erfahrungen als Netzdienstleister hervorragend einbringen.

Projektleiter Thorsten Gross erklärt: „Wir werden im Projekt zunächst unsere moderne Leitstelle um eine weitere Steuerungslösung ergänzen. Damit werden wir in der Lage sein, große Datenmengen aus digitalen Zählern zu sammeln, zu speichern und zu verarbeiten. Diese Steuerungslösung versetzt uns außerdem in die Lage, auch kleine Erzeuger oder flexible Verbraucher individuell und automatisiert zu steuern. Damit können wir neue Strategien in der Netzführung und Anlagensteuerung entwickeln und testen. So können wir auch kleinen Kunden den Zugang zu zukünftigen Märkten ermöglichen.“

Deutschland nimmt durch Avacon an Interflex teil
Das Smart-Grid-Vorhaben InterFlex ist Teil des EU-Forschungsprogramms Horizon 2020. Frankreich, Tschechien, die Niederlande, Schweden und Deutschland führen Teilprojekte durch.

Wie wird InterFlex bei Avacon umgesetzt?

Aus netztechnischen Gründen ist der bei Avacon geplante Feldversuch auf ein eingegrenztes Netzgebiet beschränkt. Hierfür hat das Unternehmen die Stadt Lüneburg und Umgebung ausgewählt.

200 Kunden, die im Lüneburger Raum über eine PV-Anlage, einen Batteriespeicher, eine elektrische Heizung, einen Boiler, eine Wärmepumpe oder ein Elektro-Fahrzeug verfügen, können bei InterFlex mitmachen. Sie werden für die Dauer des Projekts zusätzlich mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet. Das bedeutet, sie erhalten einen digitalen Zähler, ein Smart Meter Gateway und eine Steuerbox. Die Netzführung kann so direkt Daten aus Smart Metern von Privatkunden verarbeiten und über die Steuerbox flexibel  Verbraucher und Erzeuger beim Kunden steuern, ohne den Komfort des Kunden zu beeinträchtigen.

Wie geht es weiter?

Ende August 2017 wurden die ersten Kunden in Lüneburg angeschrieben, mehr als 350 Interessenten haben sich daraufhin für die Teilnahme beworben. Im September und Oktober desselben Jahres fanden am Avacon-Standort Lüneburg Informationsveranstaltungen statt, bei denen das Projektteam Interessenten informiert und Fragen beantwortet hat. Bis Ende des Jahres hat Avacon überprüft, ob die von den Kunden eingereichten Anlagen geeignet sind, am InterFlex-Projekt teilzunehmen – denn hierfür müssen die Geräte steuerbar sein. Anfang 2018 haben wir dann bei den ausgewählten Kunden mit dem Einbau der Mess- und Steuergeräte begonnen. Anfang September erfolgte der Startschuss für den Feldtest. Erste PV-Anlagen wurden erfolgreich ab- und zugeschaltet. Im weiteren Verlauf werden noch bis 2019 hinein weitere Projektteilnehmer mit der Technik ausgestattet, unter anderem auch Haushalte mit Verbrauchern.

Was hat der Kunde davon?

Mit dem intelligenten Messsystem kann der Kunde seinen Verbrauch oder seine Einspeisung online einsehen und damit zum Beispiel die Stromfresser in seinem Haus identifizieren. Die Zählerablesung erfolgt automatisch, so dass der  Kunde seinen Zählerstand nicht mehr selbst ablesen muss und Zeit spart. „Das Projekt ist eine tolle Gelegenheit für unsere Kunden und für Avacon, aktiv die Energiewende mitzugestalten, und zu erfahren, was in der Zukunft möglich sein wird“, so Thorsten Gross.

Darüber hinaus unterstützt jeder Teilnehmer die Entwicklung und praxisbezogene Anwendung von Techniken zur besseren Integration von Grünstrom in das bestehende Stromnetz. Denn mit dem intelligenten Mess- und Steuersystem kann zukünftig die regionale Grünstromerzeugung mit dem Stromverbrauch besser in Einklang gebracht werden. Das Stromnetz wird dadurch sicherer und kann mehr Grünstrom aufnehmen.

Mit Unterstützung der Europäischen Kommission

InterFlex wird im Rahmen der Förderinitiative H2020 von der Europäischen Kommission gefördert.