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110-kV-Leitung Wasserleben - Dingelstedt

Im nördlichen Harzvorland plant die Avacon Netz GmbH den Ausbau des vorhandenen Netzes zu einem 110 kV-Harzring. Mit dem Ringschluss verbessern sich sowohl die Versorgungssicherheit als auch die Aufnahmefähigkeit für den in der Region erzeugten Strom aus Erneuerbaren Energien.

Im ersten Bauabschnitt des künftigen Harzringes sollen rund 20 Kilometer 110 kV-Leitung vom Umspannwerk Wasserleben nach Dingelstedt gebaut werden. Zusammen mit der 110 kV-Leitung ist in Dingelstedt auch der Neubau eines Umspannwerkes geplant. Im Zuge der Baumaßnahmen wird zudem das Mittelspannungsnetz optimiert und damit die Versorgungsbereiche der Umspannwerke verkleinert. Dadurch erhöht sich die Versorgungssicherheit in der Vorharzregion spürbar, da auftretende Störungen im Mittelspannungsnetz sich regional in einem deutlich kleineren Bereich auswirken.

Im weiteren Ausbau soll die Hochspannungsleitung von Dingelstedt über Schwanebeck und Halberstadt bis zum Umspannwerk Harsleben führen. In Schwanebeck und Halberstadt sind ebenfalls neue Umspannwerke geplant. 

Bei den Informationsveranstaltungen im Frühjahr hatte Avacon als Ausblick gegeben, weitere Ergebnisse der Leitungsplanung für den 110 kV-Harzring Ende des Jahres vorstellen zu können. Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, wird für die Planung mehr Zeit benötigt, als ursprünglich vorgesehen.

Gründe dafür sind, dass Avacon umfangreichere technische Planungen durchführt und verschiedene Alternativen prüft. „Wir machen uns die Entscheidung nicht leicht und haben die Anregungen, die wir in unseren Informationsveranstaltungen und zahlreichen Einzelgesprächen erhalten haben, in unsere Untersuchungen aufgenommen“, begründet Avacon-Pressesprecherin Corinna Hinkel den Zeitverzug. „Dies braucht leider mehr Zeit als bei unseren Gesprächen angekündigt.“  

Hinkel geht nach jetzigem Arbeitsstand davon aus, dass die Entscheidung, ob der Neubau als Freileitung oder Kabel beantragt wird, spätestens im Frühjahr getroffen wird. „Sowie die Entscheidung gefallen ist, werden wir zeitnah informieren“, versichert sie und bittet um noch etwas Geduld.

Download der Übersichtskarte

 

Die gesetzliche Grundlage für unseren Netzausbau ist das Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung, kurz: Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Ziel des Gesetzes ist eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung der Allgemeinheit mit Strom und Gas, die zunehmend auf erneuerbaren Energien beruht, sowie die Sicherung eines leistungsfähigen und zuverlässigen Stromnetz-Betriebs. Im § 43 h des EnWG ist geregelt, dass Hochspannungsleitungen auf neuen Trassen grundsätzlich unterirdisch verlegt werden müssen, sofern die Gesamtkosten für Errichtung und Betrieb eines Erdkabels maximal 2,75-mal so hoch sind wie für eine technisch vergleichbare Freileitung und naturschutzfachlichen Belange, wie beispielsweise die Querung eines Feuchtbiotops, einer Erdverkabelung nicht entgegenstehen. Ist der Gesamtkostenfaktor höher, so kann eine Freileitung beantragt werden. Avacon entscheidet bei jedem Projekt nach einer gründlichen Einzelfallprüfung, ob ein Erdkabel oder eine Freileitung beantragt wird. Dabei berücksichtigen wir natürlich auch die Ziele des § 1 des EnWG „eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche leitungsgebundene Versorgung“ zu gewährleisten.

2-systemiger Freileitungsmast von Avacon
Freileitungsmast

Variante Freileitung

  • Trassenlänge: ca. 23 km
  • Trassenbreite: ca. 22 m Traversenbreite
                             ca. 35 m Schutzbereich
  • Höhe der Gittermaste: ca. 30 m
  • Spannfeldlänge. 300 – 350 m
  • Ausführung: 2 Systeme
Erdkabel 110 kV Avacon
Erdkabel

Variante Erdkabel

  • Trassenlänge: ca. 20 km
  • Trassenbreite: 10 m
  • Kabelquerschnitt: 2.500 mm² (Aluminium)
  • Kabeldurchmesser: 12,5 cm
  • Ausführung: 3 Systeme
    3 Kabel je System plus Fernmeldekabel
  • Verbindungsmuffen: ca. alle 900 m

Im Rahmen des Bauprojektes ist in  Dingelstedt der Bau eines neuen Umspannwerkes geplant. Das vorhandene Umspannwerk in Wasserleben wird weiter betrieben, jedoch im Falle eines 110-kV-Kabels ausgebaut. Im Zuge des weiteren Ausbaus des Harzringes sind auch in Halberstadt und Schwanebeck zwei neue Umspannwerke vorgesehen.

Umspannwerk Wasserleben im Harzring im Netzgebiet von Avacon
Umspannwerk Wasserleben

gebaut von Avacon
Beispiel für ein neues Umspannwerk

Bisherige und geplante Schritte bei der Planung/Genehmigung der 110-kV-Leitung Wasserleben-Dingelstedt:

  • Durchführung eines Raumordnungsverfahrens über Landesverwaltungsamt in Halle mit Beteiligung der Landesbehörden/Landkreise/Gemeinden/Städte – 2015/16
  • Technische Planung und Vermessung, Planungsabfragen an „Träger öffentlicher Belange“ (TöB) – seit Oktober 2017
  • Festlegung der Ausführungsvariante gemäß §43h EnWG, Trassenfeinplanung, Eigentümerkontakte – ab Ende 2018
  • Erstellung der Umweltgutachten, Erarbeitung der Antragsunterlagen für das Planfeststellungsverfahren - ab Anfang 2019
  • Einreichung der Planunterlagen, Beantragung der Planfeststellung – Ende 2019
  • Planfeststellungsverfahren beim Landesverwaltungsamt in Halle – Dauer ca. 1 - 2 Jahr bis Erlass eines Planfeststellungsbeschlusses
  • Baubeginn – ab ca. 2021

Häufige Fragen und Antworten