24/7 für Sie erreichbar

Wir sind jederzeit für Sie erreichbar. Wählen Sie hier Ihren gewünschten Kontaktkanal aus.

110-kV-Leitung Wasserleben - Dingelstedt

Im Rahmen des Gesamtprojektes 110-kV-Harzring plant Avacon im nördlichen Harzvorland den Ausbau des vorhandenen Netzes zu einem 110 kV-Ring. Mit dem Ringschluss verbessern sich sowohl die Versorgungssicherheit als auch die Aufnahmefähigkeit für den in der Region erzeugten Strom aus Erneuerbaren Energien.

Im ersten Bauabschnitt des künftigen Harzringes sollen rund 23 Kilometer 110 kV-Leitung vom Umspannwerk Wasserleben nach Dingelstedt gebaut werden. Davon sind rund 10 km der Leitung von Badersleben bis Dingelstedt als Erdkabel vorgesehen. Zusammen mit der 110 kV-Leitung ist in Dingelstedt auch der Neubau eines Umspannwerkes geplant. Im Zuge der Baumaßnahmen wird zudem das Mittelspannungsnetz optimiert und damit die Versorgungsbereiche der Umspannwerke verkleinert. Dadurch erhöht sich die Versorgungssicherheit in der Vorharzregion spürbar, da auftretende Störungen im Mittelspannungsnetz sich regional in einem deutlich kleineren Bereich auswirken.

Im weiteren Ausbau soll die Hochspannungsleitung von Dingelstedt über Schwanebeck und Halberstadt bis zum Umspannwerk Harsleben führen. In Schwanebeck und Halberstadt sind ebenfalls neue Umspannwerke geplant. 

24.06.2020

Avacon sieht Teilverkabelung der 110-kV-Leitung Wasserleben – Dingelstedt vor

Avacon hat in den vergangenen Monaten intensive Überlegungen zu einer Teilverkabelung der 110-kV-Leitung Wasserleben-Dingelstedt angestellt und am 24.06.2020 ein Grobkonzept dazu vorgestellt. Das Konzept sieht eine Teilverkabelung von maximal 10 km beginnend am Umspannwerk Dingelstedt bis hinter Badersleben, an den Fuß des Kleibergs, vor. Marten Bunnemann, Vorstandsvorsitzender der Avacon AG, hat die Planungen im Rahmen eines Gesprächs, den Bürgermeistern der Gemeinden Huy und Osterwieck sowie Vertretern der Bürgerinitiative und des Flugplatzes Dingelstedt erläutert.

Innerhalb des letzten Jahres hat Avacon einen intensiven Dialog mit den Gemeinden, der Bürgerinitiative und besonders den Flugplatzbetreibern geführt. Dabei ist zuletzt immer deutlicher geworden, dass manche Sorgen nicht durch Fakten ausgeräumt werden konnten insbesondere nicht die Bedenken der Flugplatzbetreiber. Alle Prüfungen, Berechnungen und Überlegungen von Avacon haben stets ergeben, dass eine Freileitung im Bereich des Flugplatzes Dingelstedt ohne Einschränkungen der Sicherheit gebaut und betrieben werden kann. Dennoch bestand im Sinne der Vorsorge bei den Betreibern des Flugplatzes immer das Bedürfnis, dem bloßen Eindruck einer Gefährdung entgegen zu wirken. 

„Diese Sorgen und Ängste nehmen wir ernst. In den letzten Wochen haben wir uns deshalb noch einmal intensiv mit der konkreten Situation vor Ort auseinandergesetzt, viele Argumente abgewogen und es uns mit einer Entscheidung nicht leicht gemacht. Im Sinne eines partnerschaftlichen Miteinanders gehen wir nun einen großen Schritt auf die Gemeinden und die Betroffenen zu und sind bereit, eine Teilverkabelung zu planen“ erläutert Marten Bunnemann die Entwicklung.

Ausgehend von den Überlegungen einer Teilverkabelung im Bereich der Flugplatzrunde hat sich für das Gesamtprojekt eine neue Ausgangslage ergeben. Die Planungen wurden daraufhin ganzheitlich unter den neuen Voraussetzungen betrachtet. Im Ergebnis der Überlegungen und nach Abwägung aller technischen Fragestellungen, der örtlichen Begebenheiten und auch der voraussichtlichen Kosten, sieht Avacon eine maximale Teilverkabelung auf einer Strecke von rund 10 km vom Umspannwerk Dingelstedt Richtung Westen bis in den Bereich des Kleiberg vor. Ab diesem Bereich der Höhenzüge werden die Bodenverhältnisse anspruchsvoller, somit wäre eine Kabelverlegung mit deutlich höherem Aufwand verbunden. Aufgrund von Festgestein wäre das Einpflügen des Kabels dort voraussichtlich nicht möglich und der Aushub des Kabelgrabens sehr aufwendig und kostenintensiv.

„Wir haben einen langen Prozess des Dialogs und der Interessenabwägung hinter uns - mit einem positiven Resultat für die Region. Insbesondere die örtliche Besonderheit des Flugplatzes hat den Ausschlag gegeben, den Beteiligten hier die Hand zu reichen“, bewertet Marten Bunnemann die angepasste Planung und betont: „Mit der nun vorgesehen Teilverkabelung wird das Projekt allerdings deutlich teurer. Damit wir die gesamtgesellschaftliche Herausforderung „Energiewende“ erreichen, dürfen wir jedoch den wesentlichen Aspekt der Bezahlbarkeit nicht aus dem Auge verlieren. Deshalb sehen wir uns auch stets verpflichtet, die Interessen des Gemeinwohls zu betrachten und in unsere Entscheidungen einfließen zu lassen. Für dieses Projekt ist uns ein guter Interessenausgleich gelungen.“

In den kommenden Monaten wird Avacon, die Feinplanung zur Teilverkabelung bearbeiten und die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren vorbereiten. Vorgesehen ist die Einreichung Ende 2020. 

Außerdem wird Avacon die Gespräche mit den Eigentümern und Bewirtschaftern zügig fortsetzen.

Download Übersichtskarte

Avacon setzt Austausch mit Gemeinden und Bürgerinitiative zu 110 kV-Leitung Wasserleben-Dingelstedt fort

Am 25.02.2020 haben sich in Dingelstedt erneut Vertreter von Avacon mit den Gemeinden Huy und Osterwieck sowie der Bürgerinitiative zum Austausch über die geplante 110kV-Leitung zwischen Wasserleben und Dingelstedt getroffen. Avacon Vorstandsvorsitzender Marten Bunnemann hatte zu diesem Termin eingeladen und ist damit dem Wunsch der Bürgerinitiative gefolgt, sich die Argumente der örtlichen Interessenvertreter persönlich anzuhören.

Trotz gegensätzlicher Standpunkte entwickelte sich ein respektvolles Gespräch auf Augenhöhe. Zunächst erläuterte Avacon Vorsitzender Marten Bunnemann die energiewirtschaftlichen Hintergründe der geplanten 110-kV-Leitung: „Unser Auftrag ist es, eine sichere, preisgünstige, effiziente und umweltverträgliche Energieversorgung für private Haushalte, Kommunen und Wirtschaft zu gewährleisten. Dazu investieren wir jährlich mehr als 160 Mio. Euro in den Ausbau und die Modernisierung unserer Netze.“

Im Zuge der Energiewende und dem damit einhergehenden Ausbau der Erneuerbaren Energien steigen die Anforderungen an die Energienetze weiter an. Bereits heute stehen in etlichen Gebieten Sachsen-Anhalts an vielen Tagen weit mehr als 100 Prozent erneuerbarer Energie zur Verfügung, die von den Stromnetzen aufgenommen werden müssen. „Der Umbau unseres Energiesystems hin zu einer CO2-freien Energieversorgung ist eine große gesamtgesellschaftliche Herausforderung, sie bietet aber gerade in ländlichen Regionen auch Chancen. Unsere Entscheidung zum Ausbau des Harzringes ist ein klares Bekenntnis zu den Gemeinden des Harzvorlandes und eine wichtige Investition in die Zukunft der Region. Der Ausbau des Harzrings verbessert nachhaltig die Versorgungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger und trägt zur Stärkung der regionalen Wirtschaft bei“, unterstrich Marten Bunnemann.

Avacon plant in ihrem 110-kV-Netzgebiet, von der Nordsee bis nach Hessen und von der niederländischen Grenze bis Brandenburg, in den nächsten 10 Jahren 140 Baumaßnahmen umzusetzen. Damit verbunden ist der Leitungsneubau und -umbau auf 450 Kilometern. Dabei achtet Avacon darauf, die Mittel im Sinne einer bezahlbaren Energiewende effizient einzusetzen. Denn höhere Ausgaben für Netze führen zu steigenden Netzentgelten, die alle Verbraucher tragen müssen.

„Neben der Betrachtung der Kosten sind für uns örtliche Belange ein wesentlicher Faktor, der immer in die gründliche Einzelfallprüfung unserer Vorhaben einfließt. Auch die Anmerkungen und Anregungen der Gemeinden Dingelstedt und Osterwieck sowie der Bürgerinitiative und des Sportflugplatzes haben wir uns nicht nur angehört, sondern sie haben teilweise in unsere Planungen Einzug gefunden“, legte Marten Bunnemann die Herangehensweise an die Planungen dar.

Gesprochen wurde auch über das weitere Vorgehen. Marten Bunnemann erläuterte, dass geplant ist, im Sommer das Planfeststellungsverfahren zu beginnen. Er zeigte sich sehr interessiert, eine Lösung zu finden, die die verschiedenen Interessen in angemessener Art und Weise in einen vernünftigen Ausgleich bringt.

 

Aktueller Planungsstand

Feinplanung Harzring geht voran

Für den 23 Kilometer langen ersten Bauabschnitt von Wasserleben nach Dingelstedt ist der erste Aufschlag für die Feinplanung inklusive der vorgesehenen Maststandorte erstellt worden. In den folgenden Monaten sollen nun die Planungen finalisiert werden. In diesem Zuge führt das von Avacon beauftragte Ingenieurbüro mit den Bewirtschaftern der betroffenen Grundstücke Gespräche, um eventuellen Optimierungsvorschläge zu erhalten und nach Möglichkeit umzusetzen. Auch die Grundstückseigentümer werden informiert, dass ihr Grundstück von der Leitung überspannt wird oder Maststandorte vorgesehen sind. Die beschränkten Dienstbarkeiten, durch die Avacon das Recht bekommt, die betroffenen Grundstücke für den Leitungsbau zu nutzen, werden erst nach Vorlage des Planfeststellungsbeschlusses verhandelt.

Download der Übersichtskarte
 

Planungsergebnis für Harzring liegt vor: Neubau als 110 kV-Freileitung geplant

Nach Vorliegen der technischen und gesamtwirtschaftlichen Bewertung hat sich Avacon dazu entschieden, den Bau der neuen 110 kV-Leitung als Freileitung zu beantragen.

Die gesetzliche Grundlage für den Netzausbau ist das Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung, kurz: Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Ziel des Gesetzes ist eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung der Allgemeinheit mit Strom und Gas, die zunehmend auf erneuerbaren Energien beruht, sowie die Sicherung eines leistungsfähigen und zuverlässigen Stromnetz-Betriebs. Im § 43 h des EnWG ist geregelt, dass Hochspannungsleitungen auf neuen Trassen grundsätzlich unterirdisch verlegt werden müssen, sofern die Gesamtkosten für Errichtung und Betrieb eines Erdkabels maximal 2,75-mal so hoch sind wie für eine technisch vergleichbare Freileitung und naturschutzfachlichen Belange, wie beispielsweise die Querung eines Feuchtbiotops, einer Erdverkabelung nicht entgegenstehen. Ist der Gesamtkostenfaktor höher, so kann eine Freileitung beantragt werden.

Avacon entscheidet bei jedem Projekt nach einer gründlichen Einzelfallprüfung, ob ein Erdkabel oder eine Freileitung beantragt werden kann. Die Prüfung der zu erwartenden Kosten von Kabel- und Freileitungsvariante ergab für den ersten Abschnitt Wasserleben-Dingelstedt einen Faktor von 3,11. Für den gesamten „Harzring“ wurde mit 23 Mio.€ für die Freileitungs- und 81 Mio.€ für die Kabelvariante ein noch höherer Faktor von 3,5 ermittelt.

Die Grafik zeigt die erwarteten Errichtungs- und Betriebskosten der jeweiligen Variante.

Der Neubau der 110 kV-Leitung von Wasserleben nach Dingelstedt wird als Freileitung mit Teilverkabelung beantragt.

Die Übersichtskarte zeigt die aktuelle Planung zum Verlauf der 110-kV-Leitung zwischen Wasserleben und Dingelstedt.

Die rote Linie zeigt dabei die Achse des Verlaufes der FreilLeitung nach aktuellem Planungsstand. Die vorgesehenen Maststandorte wurden in einem Abstand von ungefähr 250 – 320 m festgelegt.  Der dargestellte Korridor mit einer Breite von 600 m zeigt den Planungsraum, in dem es aufgrund von Hinweisen von Behörden oder Eigentümern im Verlauf der weiteren Planungen noch zu Anpassungen des Leitungsverlaufs kommen kann. 

Der grau schraffierte Bereich zeigt das Teilgebiet, in dem ein Erdkabel vorgesehen ist. Die genauen Planungen des Erdkabelverlaufs sind derzeit noch in ingenieurtechnischer Bearbeitung.

Download der Übersichtskarte
 
 

Technische Umsetzung der Freileitung

Breite:

ca. 22 m Traversenbreite

ca. 35 m Schutzbereich

Stahlgittermaste, Einebene,  2 Systeme

Höhe der Gittermaste:  ca. 26 m

Spannfeldlänge ca. 300 m

Austrittsmaß:
ca. 5 x 5 m incl. Fundamentkappe

 

Technische Umsetzung des Erdkabels

6 parallel verlaufende Kabel in ca. 1,5 - 2 m Tiefe

verlegt jeweils einzeln in Schutzrohren mit einem Durchmesser von ca. 25 cm

zusätzlich Verlegung im vorhandenen Schacht von kleinen Leerrohren bspw. für Steuerungs- und Kommunikationsleitungen. 

Arbeitsstreifen ca. 25 Meter inkl. Lagerflächen

späterer Schutzstreifen 10 Meter

 

Hier finden Sie in Kürze eine Visualisierung des Leitungsverlaufs.

Im Rahmen des Bauprojektes ist in  Dingelstedt der Bau eines neuen Umspannwerkes geplant. Das vorhandene Umspannwerk in Wasserleben wird weiter betrieben. Im Zuge des weiteren Ausbaus des Harzringes sind auch in Halberstadt und Schwanebeck zwei neue Umspannwerke vorgesehen.

Umspannwerk Wasserleben im Harzring im Netzgebiet von Avacon
Umspannwerk Wasserleben

gebaut von Avacon
Beispiel für ein neues Umspannwerk

Die bisherigen und die weiteren geplante Schritte bei der Planung/Genehmigung der 110-kV-Leitung Wasserleben-Dingelstedt lassen sich wie folgt beschreiben:

  • Durchführung eines Raumordnungsverfahrens über Landesverwaltungsamt in Halle mit Beteiligung der Landesbehörden/Landkreise/Gemeinden/Städte – 2015/16
  • Technische Detailplanungen zum Projekt: Vermessungen, Naturschutzuntersuchungen, Trassenfeinplanung – Aktuell
  • Fortlaufender Dialog mit Gemeinden, Interessengruppen und Bürgern seit 2018
  • Start des Kontaktes mit betroffenen Eigentümern – 4.Q. 2019
  • Einreichung der Planunterlagen zur Beantragung der Planfeststellung - 4. Q. 2020
  • Planfeststellungsverfahren unter Leitung der Planfeststellungsbehörde (Landesverwaltungsamt in Halle) – Ca. 2021/22
  • Baubeginn für Abschnitt Wasserleben – Dingelstedt mit UW Dingelstedt – Ca. Ende 22

Die Grafik visualisiert den Ablauf zur Genehmigung der Leitung.

Häufig gestellte Fragen

und ihre Antworten erhalten Sie in unserem FAQ.