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110-kV-Leitung Wasserleben - Dingelstedt

Im Rahmen des Gesamtprojektes 110-kV-Harzring plant Avacon im nördlichen Harzvorland den Ausbau des vorhandenen Netzes zu einem 110 kV-Ring. Mit dem Ringschluss verbessern sich sowohl die Versorgungssicherheit als auch die Aufnahmefähigkeit für den in der Region erzeugten Strom aus Erneuerbaren Energien.

Im ersten Bauabschnitt des künftigen Harzringes sollen rund 23 Kilometer 110 kV-Leitung vom Umspannwerk Wasserleben nach Dingelstedt gebaut werden. Davon sind rund 10 km der Leitung von Badersleben bis Dingelstedt als Erdkabel vorgesehen. Zusammen mit der 110 kV-Leitung ist in Dingelstedt auch der Neubau eines Umspannwerkes geplant. Im Zuge der Baumaßnahmen wird zudem das Mittelspannungsnetz optimiert und damit die Versorgungsbereiche der Umspannwerke verkleinert. Dadurch erhöht sich die Versorgungssicherheit in der Vorharzregion spürbar, da auftretende Störungen im Mittelspannungsnetz sich regional in einem deutlich kleineren Bereich auswirken.

Im weiteren Ausbau soll die Hochspannungsleitung von Dingelstedt über Schwanebeck und Halberstadt bis zum Umspannwerk Harsleben führen. In Schwanebeck und Halberstadt sind ebenfalls neue Umspannwerke geplant. 

Download Teilnetz Harz

9. Oktober

Avacon veröffentlicht Feinplanung mit Teilverkabelung für die 110-kV-Leitung zwischen Wasserleben und Dingelstedt

Neuer Planungsstand wird vorgestellt

Nach dem Dialog mit den Gemeinden, der Bürgerinitiative und dem Flugplatz Dingelstedt über eine Teilverkabelung hat Avacon die Feinplanungen für die 110-kV-Stromleitung zwischen Wasserleben und Dingelstedt angepasst. Jetzt veröffentlicht der Stromnetzbetreiber den neuen Leitungsverlauf. Die geplante Leitung ist Teil des Projektes „Harzring“, wodurch die Versorgungssicherheit der Region durch einen Ringschluss erheblich verbessert werden soll.

Ende Juni haben die Bürgermeister der Gemeinden Huy und Osterwieck sowie Vertreter der Bürgerinitiative und des Flugplatzes Dingelstedt dem Kompromissvorschlag der Avacon – der Teilverkabelung von rund 10 km der insgesamt 23 Kilometer langen Leitung – zugestimmt. Vor allem die örtliche Besonderheit des Flugplatzes hatte im Dialog mit den lokalen Akteuren den Ausschlag gegeben, den Abschnitt zwischen dem Kleiberg und dem geplanten Umspannwerk Dingelstedt als Erdkabel und nicht als Freileitung zu realisieren.

Die angepasste Übersichtskarte auf der Projektwebsite zeigt nun den konkreten Verlauf des Erdkabels in diesem Bereich. Die Streckenführung orientiert sich idealerweise an bestehenden Wegen. So können möglichst kurze Zuwegungen für den Bau realisiert und somit der Eingriff in den Boden verringert werden. Der Verlauf des Erdkabels ist nicht an den Planungskorridor der Freileitung gebunden und weicht nun teilweise davon ab, um einen sinnvollen Erdkabelverlauf zu ermöglichen.

Auch der aufwendigere und mit höherem Eingriff verbundene Bau des Erdkabels soll so verträglich wie möglich erfolgen. Dazu tragen auch moderne Verlegeverfahren bei: Wo es möglich ist, werden die sechs Kabel, aus denen die unterirdische Leitung besteht, mit Spezialgeräten auf etwa 1,50 Meter Tiefe in den Boden gepflügt. Wo dies nicht möglich ist, werden die Kabel in offener Bauweise in einem Graben verlegt, der zuvor ausgehoben werden muss. Größere Straßen- und Bachläufe sollen mithilfe von horizontalen Spülbohrungen unterquert werden.

In den kommenden Wochen wird Avacon wieder Kontakt zu den Eigentümern der von den Umplanungen betroffenen Flächen aufnehmen, um über die aktuellen Planungen zu informieren. Avacon sieht vor, den Antrag auf Planfeststellung Anfang kommenden Jahres bei der Planfeststellungsbehörde, dem Landesverwaltungsamt in Halle, einzureichen. Mit dem Baubeginn wäre dann frühestens Ende 2022 zu rechnen.

Der Neubau der 110 kV-Leitung von Wasserleben nach Dingelstedt wird als Freileitung mit Teilverkabelung beantragt.

Die Übersichtskarte zeigt die aktuelle Planung zum Verlauf der 110-kV-Leitung zwischen Wasserleben und Dingelstedt.

Die rote Linie zeigt dabei die Achse des Verlaufes der Freilleitung nach aktuellem Planungsstand. Die vorgesehenen Maststandorte wurden in einem Abstand von ungefähr 300 m festgelegt.  

Download der Übersichtskarte

 
 

Technische Umsetzung der Freileitung

Breite:

ca. 22 m Traversenbreite

ca. 35 m Schutzbereich

Stahlgittermaste, Einebene,  2 Systeme

Höhe der Gittermaste:  ca. 26 m

Spannfeldlänge ca. 300 m

Austrittsmaß:
ca. 5 x 5 m incl. Fundamentkappe

 
Erdkabel

Technische Umsetzung des Erdkabels

- 6 parallel verlaufende Kabel in ca. 1,5 - 2 m Tiefe

- verlegt jeweils einzeln in Schutzrohren mit einem Durchmesser von ca. 25 cm

- zusätzlich Verlegung im vorhandenen Schacht von kleinen Leerrohren bspw. für Steuerungs- und Kommunikationsleitungen. 

- Arbeitsstreifen ca. 25 Meter inkl. Lagerflächen

- späterer Schutzstreifen 10 Meter

 

 

 

Aufbau eines Erdkabels von innen nach außen

- Aluminiumleiter

- Schwarze innere Leitschicht

- weiße Isolation aus VPE (Kunststoff)

- schwarze äußere Leitschicht aus Kohlenstoffverbindung 

- Kupferschirm aus Kupferdrähten

 

Mittels eines Spezialpflugs werden in zwei Schritten je drei Kabel gleichzeitig in den Boden gelegt. Damit minimieren wir den Eingriff in den durch den Leitungsbau beanspruchten Boden.

- 6 Kabel verlaufen in zwei Dreierbündeln in ca. 1,5 m bis 2 m Tiefe

- Verlegung vorrangig durch Einpflügen, um den Eingriff in den Boden zu minimieren. 

- zusätzlich Verlegung von kleinen Leerrohren bspw. für Steuerungs- und Kommunikationsleitungen

- Arbeitsstreifen ca. 10 m inkl. Lagerflächen im Pflugverfahren

- späterer Schutzstreifen 10 m 

HDD-Bohrungen
Wikmedia Commons

Straßen und größere Wasserläufe werden mithilfe horizontaler Spülbohrungen (HDD-Bohrungen) unterquert.

Um ein Kabelabschnitt mit dem nächsten zu verbinden, müssen etwa nach jedem Kilometer Muffen in offener Bauweise installiert werden. An diesen Punkten werden Zugriffstellen an der Oberfläche für Messarbeiten entstehen.

Im Rahmen des Bauprojektes ist in  Dingelstedt der Bau eines neuen Umspannwerkes geplant. Das vorhandene Umspannwerk in Wasserleben wird weiter betrieben. Im Zuge des weiteren Ausbaus des Harzringes sind auch in Halberstadt und Schwanebeck zwei neue Umspannwerke vorgesehen.

Umspannwerk Wasserleben im Harzring im Netzgebiet von Avacon
Umspannwerk Wasserleben

gebaut von Avacon
Beispiel für ein neues Umspannwerk

Die Grafik visualisiert den Ablauf zur Genehmigung der Leitung.

Grafik zum Verlauf des Genehmigungsverfahrens

So verläuft ein Planfeststellungsverfahren typischer Weise:

  • Avacon reicht die Planungsunterlagen bei der Genehmigungsbehörde ein.
  • Die Antragsunterlagen liegen öffentlich in den Ämtern aus. Schriftliche Einwendungen können eingereicht werden. 
  • Avacon prüft und beantwortet die eingegangenen Einwendungen.
  • Gegebenenfalls führt die Genehmigungsbehörde – hier das Landesverwaltungsamt Halle – einen Erörterungstermin durch, um dort die Einwendungen zu behandeln. 
  • Die Genehmigungsbehörde verfasst den Planfeststellungsbeschluss.
  • Nach Zugang des Beschlusses leitet Avacon die Bauphase ein. 

110-Kilovolt (kV)-Netz

 

1-systemig

Leitung mit einem Stromkreis. Bei Drehstrom sind dafür 3 Leiter(seile) oder Kabel notwendig.

2-systemig

Leitung mit zwei Stromkreisen (Drehstrom gleich 6 Leiterseile oder Kabel)

4-systemig

Leitung mit vier Stromkreisen (Drehstrom gleich 12 Leiterseile oder Kabel)

Abspannabschnitt

Leitungsabschnitt zwischen zwei Winkelabspannmasten (WA) bzw. Winkelendmasten (WE)

Abspannmast

Stahlgittermast zur horizontalen (waagerechten) Fixierung von Leitern im Zuge einer Leitung

Ampere (A)

Maßeinheit für die elektrische Stromstärke


Antragsunterlagen

 

Planunterlagen des Projektes (Erläuterungsberichte, Gutachten, Karten, Pläne und Zeichnungen), die mit dem Antrag auf Planfeststellung beim Landesverwaltungsamt eingereicht werden


Avacon Netz GmbH

 

Die Avacon Netz GmbH sorgt für die zuverlässige Bereitstellung der Strom- und Gasnetze für Kommunen, Industrie, Gewerbe und Haushalte. Der ländlich geprägte Flächennetzbetreiber steht mit fast 40.000 angeschlossenen dezentralen Erzeugungsanlagen und einer jährlichen EE-Einspeiseleistung von 13,5 Mrd. Kilowattstunden im Zentrum der Energiewende. Mit innovativen Technologien, erfahrenen und hoch qualifizierten Mitarbeitern arbeitet das Unternehmen an den modernen Energienetzen von heute und morgen. Energienahe Serviceleistungen wie beispielsweise Straßenbeleuchtung sowie Planung, Bau und Betrieb von Energienetzen und -anlagen runden das Angebot ab. Mit den rund 1.700 Mitarbeitern und etwa 180 Azubis stellt die Netzgesellschaft einen der größten Arbeitgeber und Ausbilder der Region und ist damit gleichzeitig ein relevanter Wirtschaftsfaktor. 


Betriebsmittel


allgemeine Bezeichnung von betrieblichen Einrichtungen (z. B. Transformator, Umspannwerk, Leitung)

 

BImSchG

Das Bundes-Immissions-Schutz-Gesetz dient dem Schutz der Menschen vor dauerhaft hohen Belastungen u.a. durch elektrische und magnetische Felder sowie von Geräuschen.

 

BImSchV

In der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) hat der Gesetzgeber Grenzwerte für elektrische und magnetische Felder bei Hochspannungsleitungen festgelegt. Diese basieren auf Empfehlungen internationaler Organisationen, wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Europäischen Union und der Internationalen Strahlenschutzkommission für nichtionisierende Strahlung der (ICNIRP) sowie von Bundesbehörden wie dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Für Hoch- und Höchstspannungsleitungen mit Wechselstrom gilt in Deutschland ein Grenzwert von 100 Mikrotesla für die magnetische Flussdichte.

Blindleistung


Damit Strom im Wechselstromnetz überhaupt fließen kann, muss 50-mal pro Sekunde ein Magnetfeld und ein elektrisches Feld auf- und abgebaut werden. Weil die Leistung zum Aufbau eines Feldes bei dessen Abbau wieder ans Netz zurückgegeben wird, bezeichnet man diese Leistung als Blindleistung. Sie verrichtet keine nutzbare Arbeit, wird aber für den Aufbau der Spannung benötigt.

 

Blitzschutzseile / Erdseil

nicht stromführendes Seil, das auf der Mastspitze geführt wird, es dient dem Blitzschutz und ist über den Mast geerdet

 

Bündelleiter

Werden die Phasen eines Stromkreises zur Erhöhung der Übertragungsleistung mit 2 oder mehr Leiterseilen ausgeführt nennt man des Bündelleiter

 

Cross-Bonding-Muffe

Spezialverbindungsmuffe in Hochspannungskabeln, bei der die Kabelschirmungen gekreuzt werden.

 

EEG-Anlagen

Anlagen zur Erneuerbarer Energiegewinnung (Photovoltaik, Windkraftanlagen, Biogasanlagen).

 

Eisman

Einspeisemanagement, zeitweilige Reduzierung der eingespeisten Strommenge z. B. bei Starkwind, zum Schutz der Netze und Betriebsmittel (z.B. Transformatoren, Isolatoren) vor Überlastung.

 

Elektromagnetische Felder (EMF)

Grundsätzlich unterscheidet man elektrische und magnetische Felder.

Elektrische Felder entstehen immer dann, wenn eine elektrische Spannung anliegt. Die Größe des elektrischen Feldes wird von dem Ladungsunterschied bestimmt, der in Volt/Meter angegeben wird.

Magnetische Felder entstehen immer dann, wenn sich elektrische Ladungen bewegen, also wenn Strom fließt. Und je größer der Stromfluss, desto höher sind auch die magnetische Flussdichte, die in Tesla bzw. Mikrotesla angegeben wird. [Quelle BDS]

 

Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Das Energiewirtschaftsgesetz regelt die Trennung (Entflechtung) von Stromerzeugung und Verteilung. Die Stromerzeuger sollen diskriminierungsfreien Zugang zu den Stromnetzen (Verteilnetz und Übertragungsnetz) haben. Ziel ist eine preisgünstige, effiziente, umweltverträgliche und sichere Versorgung mit Strom sowie mit Gas (Gasnetze).

 

Energiewende

Der Begriff der Energiewende in Deutschland beschreibt den Übergang vom Energiesystem, das bisher fossilen (Kohle, Gas, Öl) Energieträgern und Kernenergie beruhte hin zu einem Energiesystem, das auf erneuerbaren Energien (Wind, Solar, Biomasse, Geothermie) beruht. Hierbei spielen auch Energieeffizienz- und Energieeinsparmaßnahmen eine wichtige Rolle.

 

Erdkabel

Stromleitungen, die unter die Erde gelegt werden, werden als Erdverkabelungen oder Erdkabel bezeichnet.

 

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das „Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien“ (kurz EEG) regelt die Anschlusspflicht von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen sowie den Einspeisevorrang und die Vergütung für den erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien.

 

Endmast

Tragwerk zur horizontalen (waagerechten)

Befestigung von Leitern am Ende einer Leitung.

 

Freileitung

Freileitungen sind Anlagen zum oberirdischen Stromtransport bestehend aus Masten, Isolatoren und Leitungsseilen.

 

Genehmigungsbehörde

Genehmigungsbehörden sind die für die Genehmigung von genehmigungsbedürftigen Anlagen zuständigen Behörden, z.B. Regierungspräsidien, Wasser- oder Forstbehörden. Die Genehmigungsbehörde für das Leitungsbauvorhaben Stendal/West-Güssefeld ist das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt (LVWA) in Halle/S

 

Hochspannung

Spannungsbereich von 60 bis 110 kV (Verteilnetzebene).

 

 

Höchstspannung

Spannungsbereich von 220 kV und höher (Übertragungsleitungen/Übertragungsnetz).

 

ICNIRP

Internationalen Strahlen-Schutz¬kommission für nichtionisierende Strahlung.

 

Kabelendmast

Übergangsbauwerk, an dem eine Freileitung in ein Erdkabel übergeht.

 

Koronaentladung

Teildurchschläge  in der Luftisolierung bei Freileitungen. Wird als „knistern“, besonders bei bestimmten Wetterlagen (Feuchte) wahrgenommen.

 

Kilovolt/Meter (kV/m)

Maßeinheit für die elektrische Feldstärke.

 

Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP)      

In einem Landschaftspflegerischer Begleitplan werden die für ein Bauvorhaben notwendigen Eingriffe in Landschaft und Natur und die geplanten Kompensationsmaßnahmen dargestellt.  Der Landespflegerische Begleitplan ist zur Genehmigung eines Bauvorhabens erforderlich. Mit dem Planfeststellungsbeschluss wird er rechtsverbindlich.

Landesplanerische Feststellung

In diesem Planungsschritt stellt die Genehmigungsbehörde – das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt in Halle/S. - verbindlich fest, dass der geplante Trassenverlauf den Zielen der Landesplanung nicht entgegensteht.

Die Landesplanerische Feststellung für das Leitungsbauvorhaben Stendal/West-Güssefeld erfolgte 2015.

 

Leiterseil

Seilförmiger Leiter, bei Freileitungen bestehend aus Aluminium-Stahl-Seilen. Häufig bilden mehrere Leiterseile (Bündelleiter) eine Phase. 

Leitungsringe

elektriche Versorgungsnetze können sternförmig („Stichleitungen“) oder Ringförmig aufgebaut werden.

In Sachsen-Anhalt wurde das Hochspannungsnetz vornehmlich mit Stichleitungen gebaut. Ringe erhöhen die Versorgungssicherheit, weil eine Unterbrechung an einer Stelle ein UW nicht vom Netz trennt.

 

Lichtwellenleiter-Erdseil

 

Auf der Mastspitze geführtes Erdseil/Blitzschutzseil, in dem Glasfasern zur Informationsübetragung mitgeführt werden, dienst nehmen dem Blitzschutz auc der Informationsübertragung

Megawatt

Maßeinheit für die elektrische Wirkleistung. Die Wirkleistung ist für die Umwandlung in andere Energieformen (Licht, Bewegung, Wärme) verfügbar.

 

 

 

Mittelspannung

Spannungsbereich von 1 kV bis 30 kV. Häufig Anschlüsse für kleinere Industrie- und Gewerbebetriebe.

 

 

 

 

 

Monitoring

Überwachung von Freileitungen mittes Wettermessstationen um witterungsabhängig in den Betrieb, d.h. die Durchleitung, einzugreifen.

 

Netz

Das Gesamtsystem von miteinander verbundenen Einrichtungen (Leitungen, Umspannanlegen) zur Übertragung von elektrischer Energie.

 

Netzverknüpfungspunkte

 

n-1-Kriterium

Kriterium zur Beurteilung der Netzsicherheit. Von jedem vorhandenen Betriebsmittel, z.B. Leitungen, Umspannwerke (n = Anzahl dieser Betriebsmittel) darf eines ausfallen, ohne die Netzsicherheit zu gefährden. Konkret bedeutet das: Fällt eine Leitung aus, müssen die verbliebenen Leitungen in der Lage sein, die gesamte Strommenge zu transportieren.

 

Planfeststellungsverfahren

Das Planfeststellungsverfahren beginnt mit der Einreichung der Planunterlagen mit dem konkreten Streckenverlauf bei der zuständigen Planfeststellungsbehörde und endet mit einem Planfeststellungsbeschluss. Wichtiger Bestandteil des Verfahrens ist die Beteiligung von Bürgern durch die öffentliche Auslegung der Pläne. [Quelle BDS]

 

 

 

 

 

Querträger

seitliche Ausleger (Traverse) an einem Mast zur Befestigung der Leiterseile.

Raumordnungsverfahren (ROV)


Mithilfe von Raumordnungsverfahren beurteilt die Genehmigungsbehörde (hier: Landesverwaltungsamt Halle), ob raumbedeutsame Einzelvorhaben mit überörtlicher Bedeutung raumverträglich sind. In dem Verfahren wird geprüft, welchen Einfluss ein geplantes Projekt auf Raum und Umwelt hat und ob es mit den Zielen der Raumordnung vereinbar ist. Das Raumordnungsverfahren schließt mit einer landesplanerischen Feststellung (Raumordnerische Beurteilung) ab.

 

Regelzone

Ein Gebiet, für dessen Primärregelung, Sekundärregelung und Minutenreserve ein Übertragungsnetzbetreiber verantwortlich ist.

 

Sammelschiene

Teil einer Schaltanlage, die mehrere Abgänge (Leitungen, Transformatoren) miteinander verbindet.

 

Schaltanlage

Einrichtung zum Verbinden von Leitungen und Transformatoren.

 

Schaltfeld

Teil einer Schaltanlage, die alle Geräte zum Schutz, Schalten und Messen eines Abgangs  beinhaltet. Vergleichbar mit einem Sicherungsabgang im Hausstromverteiler.

 

Schutzbereich

siehe Schutzstreifen

 

Schutzstreifen

Der Schutzstreifen ist die Fläche im Bereich einer Trasse, in der zum Schutz der Leitung Beschränkungen bestehen. Der Schutzstreifen einer Freileitung hat eine parabolische Form und wird definiert durch das Ausschwingen der Leiterseile zzgl. Eines Sicherheitszuschalges von 3,0 m. Im Freileitungsschutzstreifen gelten Beschränkungen für Bewuchs und Bauhöhen.

Der Schutzstreifen für Kabel wird durch eine Parallele zur Leitungsachse begrenzt. In ihm dürfen keine keine Gebäude errichtet, Teifbauarbeiten dürchgeführt oder tief wurzelnden Pflanzen gesetzt werden

 

 

 

Spannfeld

Die durch die Leitung zwischen zwei Masten überspannte Fläche am Boden.

In der Regel 300-350 Meter.

 

 

Stichleitung

Einzige Leitungsverbindung zu einem UW, d.h. das UW ist nicht in einen Leitungsring eingebunden.

 

Stromkreise (jeweils 3 Leiter)

Geschlossenes System vom Leitern, in dem elektrischer Strom fließen kann.

 

System

Stromkreis einer Leitung.

 

Tesla (T)

Maßeinheit für die magnetische Flussdichte (Magnetfeld).

Die in der 26.Bundesimmissionsschutzverordnung (BImschV) festgelegten Grenzwerte bei Stromleitungen liegen bei 100 Mikrotesla

(µT = 100 /1.000.000 Tesla).

 

Transformator

Transformatoren können eine Spannung von einer höheren in eine niedrigere und umgekehrt umwandeln. Fast jedes elektrische Gerät enthält einen Transformator. Auch an den Übergangspunkten zwischen den verschiedenen Netzspannungsebenen im Stromnetz und meistens auch an den Punkten, an denen Strom in das Netz eingespeist wird, werden Transformatoren benötigt.

[Quelle BDS]

 

Tragmast

Stützpunkt zur vertikalen (senkrechten) Befestigung von Leitern.

 

Traverse

siehe Querträger.

 

 

Übertragungsnetz

Im Übertragungsnetz wird Strom über weite Strecken transportiert. Nur etwa zwei Prozent der vorhandenen Leitungen in Deutschland entfallen auf das Übertragungsnetz. In den festgelegten Regelzonen ist es Eigentum der vier èÜbertragungs­netzbetreiber.

 

Übertragungsnetzbetreiber

In Deutschland gibt es vier Regelzonen (50Hertz, Amprion, TenneT, TransnetBW) in denen auf der Höchstspannungsebene 220kV und höher (in der Regel 380kV) der Strom großflächig von Ort der Erzeugung zum Ort des Verbrauchs transportiert wird. [Quelle BDS]

 

Umspannwerk

Schaltanlagen mit Transformatoren zum Verbinden von Netzen verschiedener

Spannungen.

Als Teil der Strominfrastruktur dienen Umspannwerke als Schnittstellen zwischen Übertragungsleitungen unterschiedlicher Spannungsebenen. Im Umspannwerk wird die Spannung von einer höheren auf eine geringere umgespannt. Man sagt dazu auch "herunter transformieren". Das geschieht mithilfe der Transformatoren. [Quelle BDS]

 

Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)

Zweck der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist es, Umweltauswirkungen von Planungsvorhaben zu ermitteln, zu beschreiben und zu bewerten, so dass diese bei Entscheidungen berücksichtigt werden können. [Quelle BDS]

Umweltverträglichkeitsstudie (UVS)

 

 

In der UVS werden die Auswirkungen eines Vorhabens auf die umweltbezogenen Schutzgüter (einschl. des Menschen) beschrieben und bewertet.

 

Versorgungsgebiet von Avacon

 

Avacon ist ein regionaler Netzbetreiber und Infrastrukturdienstleister in Deutschland mit Hauptsitz in Helmstedt, der die Energielandschaft von der Nordseeküste bis Südhessen prägt.  Etwa 16 Millionen Einwohner im Netzgebiet von Avacon verlassen sich auf eine zuverlässige Versorgung mit Energie. Mit 67.000 Kilometern Hoch,- Mittel- und Niederspannungsleitungen sowie einem 21.000 Kilometer langem Erdgasnetz sorgt das Unternehmen dafür, dass die Energie exakt dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

Versorgungssicherheit

Versorgungssicherheit besteht, wenn jederzeit und dauerhaft an jedem Ort in Deutschland Strom zur Verfügung steht. Dafür nötig ist ausreichend produzierter Strom, der in einem stabilen Stromnetz bis zum Verbraucher transportiert werden kann.

 

Verteilnetz

Das Verteilnetz sorgt für die Verteilung der elektrischen Energie zu den Verbrauchern. Es ist in Hochspannung (110 kV), Mittelspannung (bis 50 kV) und Niederspannung (400 V) unterteilt. Über 95 Prozent aller EE-Anlagen sind im Verteilnetz angeschlossen und speisen die regional erzeugte Energie ein. Die nicht vor Ort verbrauchte Energie gelangt vom Hochspannungsnetz über Umspannwerke ins Höchstspannungsnetz und wird dort zu verbrauchsstarken Regionen transportiert.

 

Verteilnetzbetreiber (VNB)

Unternehmen, die Strom (oder Gas) an die Endverbraucher mittels eines eigenen Netzes liefern. In Deutschland gibt es ca. 800 Verteilnetzbetreiber.

 

Volt (V) /Kilovolt (kV) 

Maßeinheit für die elektrische Spannung.

 

VPE

Bis 120 Grad temperaturbeständiges Isoliermaterial in modernen Hochspannungskabeln; vernetztes Polyethylen.

 

Watt (W)

Maßeinheit für die elektrische Wirkleistung. Die Wirkleistung ist für die Umwandlung in andere Energieformen (Licht, Bewegung, Wärme) verfügbar. Siehe auch Megawatt.

 

Wechselstrom

In Deutschland wird mehrheitlich Wechselstrom für den Stromtransport benutzt, da hier in einem insgesamt vermaschten Netz ein Wechsel der Spannungsebenen, z. B. von 380 auf 110 Kilovolt, leicht möglich ist. Wechselstrom ändert innerhalb einer Sekunde 100 Mal die Fließrichtung. Dies ergibt eine Frequenz von 50 Hertz. In Technik und Wissenschaft spricht man auch von Drehstrom. Die Übertragungsleitungen mit Wechselstrom werden deshalb als Hochspannungs-Drehstrom-Leitungen (HDÜ) bezeichnet. [Quelle BDS]

 

WEA

Windenergieanlage

 

WHO

Weltgesundheitsorganisation. Behörde der Vereinten Nationen (UNO) für das öffentliche Gesundheitswesen.

Häufig gestellte Fragen

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