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110-kV-Leitung Wasserleben - Dingelstedt

Im Rahmen des Gesamtprojektes 110-kV-Harzring plant die Avacon Netz GmbH im nördlichen Harzvorland den Ausbau des vorhandenen Netzes zu einem 110 kV-Ring. Mit dem Ringschluss verbessern sich sowohl die Versorgungssicherheit als auch die Aufnahmefähigkeit für den in der Region erzeugten Strom aus Erneuerbaren Energien.

Im ersten Bauabschnitt des künftigen Harzringes sollen rund 23 Kilometer 110 kV-Freileitung vom Umspannwerk Wasserleben nach Dingelstedt gebaut werden. Zusammen mit der 110 kV-Leitung ist in Dingelstedt auch der Neubau eines Umspannwerkes geplant. Im Zuge der Baumaßnahmen wird zudem das Mittelspannungsnetz optimiert und damit die Versorgungsbereiche der Umspannwerke verkleinert. Dadurch erhöht sich die Versorgungssicherheit in der Vorharzregion spürbar, da auftretende Störungen im Mittelspannungsnetz sich regional in einem deutlich kleineren Bereich auswirken.

Im weiteren Ausbau soll die Hochspannungsleitung von Dingelstedt über Schwanebeck und Halberstadt bis zum Umspannwerk Harsleben führen. In Schwanebeck und Halberstadt sind ebenfalls neue Umspannwerke geplant. 

Planungsergebnis für Harzring liegt vor: Neubau als 110 kV-Freileitung geplant

Nach Vorliegen der technischen und gesamtwirtschaftlichen Bewertung hat sich Avacon dazu entschieden, den Bau der neuen 110 kV-Leitung als Freileitung zu beantragen.

Die gesetzliche Grundlage für den Netzausbau ist das Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung, kurz: Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Ziel des Gesetzes ist eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung der Allgemeinheit mit Strom und Gas, die zunehmend auf erneuerbaren Energien beruht, sowie die Sicherung eines leistungsfähigen und zuverlässigen Stromnetz-Betriebs. Im § 43 h des EnWG ist geregelt, dass Hochspannungsleitungen auf neuen Trassen grundsätzlich unterirdisch verlegt werden müssen, sofern die Gesamtkosten für Errichtung und Betrieb eines Erdkabels maximal 2,75-mal so hoch sind wie für eine technisch vergleichbare Freileitung und naturschutzfachlichen Belange, wie beispielsweise die Querung eines Feuchtbiotops, einer Erdverkabelung nicht entgegenstehen. Ist der Gesamtkostenfaktor höher, so kann eine Freileitung beantragt werden.

Avacon entscheidet bei jedem Projekt nach einer gründlichen Einzelfallprüfung, ob ein Erdkabel oder eine Freileitung beantragt werden kann. Die Prüfung der zu erwartenden Kosten von Kabel- und Freileitungsvariante ergab für den ersten Abschnitt Wasserleben-Dingelstedt einen Faktor von 3,11. Für den gesamten „Harzring“ wurde mit 23 Mio.€ für die Freileitungs- und 81 Mio.€ für die Kabelvariante ein noch höherer Faktor von 3,5 ermittelt.

Die Grafik zeigt die erwarteten Errichtungs- und Betriebskosten der jeweiligen Variante.

Der Neubau der 110 kV-Leitung von Wasserleben nach Dingelstedt wird nach erfolgter Prüfung als Freileitung beantragt.

Die Übersichtskarte zeigt die aktuelle Planung zum Verlauf der 110-kV-Freileitung zwischen Wasserleben und Dingelstedt.

Die rote Linie zeigt dabei die Achse des aktuell wahrscheinlichen Verlaufes der Leitung. Der dargestellte Korridor mit einer Breite von 600 m zeigt den festgelegten Planungsraum, in dem es aufgrund von Hinweisen von Behörden oder Eigentümern im Verlauf der weiteren Planungen noch zu Anpassungen des Leitungsverlaufs kommen kann.

Einzelne Maststandorte sind aktuell noch nicht festgelegt, diese werden aber in einem ungefähren Abstand von 250 – 320 m entlang der Achse platziert werden.

Download der Übersichtskarte

Um einen Eindruck von der künftigen 110-kV-Freileitung zu erhalten, wurde ein vorläufiges digitales Modell der Leitung erstellt. Dieses 3D-Modell hat dabei noch keinen Anspruch auf exakte Form und Positionen der Maste.

Die folgende Videosequenz zeigt einen Flug entlang dieser Leitung, beginnend nördlich des Windpark Druiberg mit Verlauf in Richtung Osten bis zur Ortschaft Dingelstedt.

Zudem wurden von einigen Blickpunkten entlang der Leitung Landschaftsaufnahmen aufgenommen, in denen die modellierte Leitung beispielhaft eingefügt wurde.

Folgende Übersichtskarte gibt einen Eindruck von den Standorten, von denen die folgenden realen Landschaftsbilder mit der digital modellierten Leitung erstellt wurden.

Planausschnitt des Leitungsverlauf, mit Darstellung der Visualisierungspunkte (blau markiert)

Harzring - Visualisierung Standort 4

Landschaftsbilder mit der digital modellierten Leitung

 

Download Visualisierung Standort 1

Download Visualisierung Standort 2

Download Visualisierung Standort 3

Download Visualisierung Standort 4

Im Rahmen des Bauprojektes ist in  Dingelstedt der Bau eines neuen Umspannwerkes geplant. Das vorhandene Umspannwerk in Wasserleben wird weiter betrieben. Im Zuge des weiteren Ausbaus des Harzringes sind auch in Halberstadt und Schwanebeck zwei neue Umspannwerke vorgesehen.

Umspannwerk Wasserleben im Harzring im Netzgebiet von Avacon
Umspannwerk Wasserleben

gebaut von Avacon
Beispiel für ein neues Umspannwerk

Die bisherigen und die weiteren geplante Schritte bei der Planung/Genehmigung der 110-kV-Leitung Wasserleben-Dingelstedt lassen sich wie folgt beschreiben:

  • Durchführung eines Raumordnungsverfahrens über Landesverwaltungsamt in Halle mit Beteiligung der Landesbehörden/Landkreise/Gemeinden/Städte – 2015/16
  • Technische Detailplanungen zum Projekt: Vermessungen, Naturschutzuntersuchungen, Trassenfeinplanung – Aktuell
  • Start des Kontaktes mit betroffenen Eigentümern – 3./4.Q. 2019
  • Einreichung der Planunterlagen zur Beantragung der Planfeststellung - 1./2.Q. 2020
  • Planfeststellungsverfahren unter Leitung der Planfeststellungsbehörde (Landesverwaltungsamt in Halle) – Ca. 2020/21
  • Baubeginn für Abschnitt Wasserleben – Dingelstedt mit UW Dingelstedt – Ca. 2021/22

Die Grafik visualisiert den Ablauf zur Genehmigung der Leitung.

Häufige Fragen und Antworten