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Ersatzneubau der 110-kV Dinklage – Essen

Die Energiewende ist in vollem Gange. Vor allem die Windkraft trägt dazu bei, dass bereits heute mehr Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt wird, als das bestehende Leitungsnetz aufnehmen kann. Die Avacon Netz GmbH modernisiert daher ihre Stromnetze und sichert so die zukünftige Versorgung. Dies betrifft auch die bestehende Freileitung von Dinklage nach Essen.

Gesamtübersicht 110-kV-Leitung Dinklage - Essen

Insbesondere die Windkraft ist in Niedersachsen ein prägnantes Beispiel für die Energiewende, bei der zunehmend auf Erneuerbare Energien gesetzt wird. Durch sie wird bereits heute mehr Strom erzeugt, als unsere Leitungsnetze aufnehmen können. Um die Stabilität der Netze zu garantieren und den zusätzlichen Strom heute und zukünftig in die überregionalen Höchstspannungsleitungen einspeisen zu können, müssen die regionalen Verteilnetze an die neuen Herausforderungen angepasst werden.

Dies betrifft auch die bestehende 110-kV-Freileitung zwischen den Umspannwerken (UW) in Dinklage und Essen (Oldenburg). Mit dem Ersatzneubau dieser gut 15 Kilometer langen Leitung kommt die Avacon Netz GmbH ihrem gesetzlichen Auftrag nach, das Stromnetz zukunftsorientiert zu verstärken. Um die Übertragungskapazität der Leitung zu erhöhen, werden dabei die bestehenden Masten durch neue ersetzt, die den heutigen statischen Anforderungen für die neuen Leiterseile entsprechen (siehe „Technische Ausführungen“). Die Maststandorte bleiben weitestgehend gleich oder werden kleinräumig optimiert. Lediglich die Austrittsmaße der Masten werden sich, aufgrund der veränderten statischen Anforderungen, geringfügig vergrößern. Mit der technischen Planung des Ersatzbaus ist die Firma SPIE SAG beauftragt.

Baugrunduntersuchungen und geplanter Baustart

Seit Oktober 2022 finden auf ausgewählten Grundstücken Baugrunduntersuchungen statt. Die beauftragte Firma Grundbaulabor Bremen sammelt dadurch wertvolle Informationen über die Bodenbeschaffenheit, die für die Auslegung der Fundamente an den Maststandorten erforderlich sind. Hierzu werden jeweils zwei Sondierungen bis zu einer Tiefe von 25 m durchgeführt.

Damit legen wir die Grundlagen für einen weiteren entscheidenden Meilenstein, den eigentlichen Baubeginn. Vorbehaltlich des erfolgreichen Abschlusses des laufenden Planfeststellungsverfahrens planen wir im Frühjahr des kommenden Jahres 2025 mit dem Baustart.

Abschluss des Genehmigungsverfahrens: Erörterungstermin und Planfeststellung

Mit der der Einreichung der vollständigen Planunterlagen bei der zuständigen Behörde, der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV), haben wir das Planfeststellungsverfahren 2022 in Gang gesetzt. Auf Grundlage erster Anmerkungen der Genehmigungsbehörde haben wir zuletzt nachträglich kleinere Anpassungen durch sogenannte Deckblattänderungen eingebracht. Im Herbst 2023 fand schließlich auf Einladung der NLStBV der sogenannte Erörterungstermin statt. Dort wurden unsere Planungen sowie die eingebrachten Stellungnahmen und Einwendungen von der Behörde mit allen Beteiligten und uns als Vorhabenträger diskutiert und gegeneinander abgewogen.

Zur Umsetzung erarbeiten wir derzeit eine dritte Deckblattänderung, um weiteren eingegangenen planungsrelevanten Hinweisen gerecht zu werden. Mit den Eigentümerinnen und Eigentümern der Flächen, auf denen erneute Änderungen vorgenommen werden, stehen wir dazu in einem engen Austausch.

Den Abschluss des Verfahrens wird schließlich der sogenannte Planfeststellungsbeschluss durch die Behörde bilden. Dieser hat zugleich den Charakter einer Baugenehmigung hat, sodass der Bau damit offiziell beginnen kann. Weitere Informationen zu bauvorbereitenden Maßnahmen und dem geplanten Start der Bauarbeiten erfolgen, sobald der behördliche Beschluss vorliegt.

Auf der Bestandsleitung wird derzeit ein Stromsystem geführt. Zu einem Stromsystem gehören immer drei Leiterseile. Um den Anforderungen einer gesteigerten Übertragungsfähigkeit entsprechen zu können, wird die geplante Ersatzbauleitung als Doppelleitung mit zwei 110-kV-Systemen – also insgesamt 6 Leiterseiten – errichtet. Der Ersatzneubau wird mit einem Mindestbodenabstand von 8,50 Meter geplant, um auch den Anforderungen der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung unter den Leiterseilen Rechnung zu tragen.
Um während der Bauphase die Stromversorgung aufrecht zu erhalten, wird in dieser Zeit eine temporäre, provisorische Leitung parallel zur Trasse gebaut. Sobald die neue Leitung in Betrieb genommen ist, wird das Provisorium wieder vollständig zurückgebaut. 

Download Mastgegenüberstellung

Start- und Endpunkt der gut 15 Kilometer langen Leitung bilden zum einen das Umspannwerk „Essen“ sowie zum anderen das Umspannwerk „Dinklage“. Im Rahmen des Leitungsersatzbaus sind nur kleine Umbaumaßnahmen an den Umspannwerken notwendig. Das Umspannwerk Essen stellt darüber hinaus zugleich den Übergangspunkt zu einem weiteren unserer Netzausbauprojekte dar, dem Vorhaben Cloppenburg/West – Essen.

UW Essen

UW Dinklage

Häufig gestellte Fragen

und ihre Antworten erhalten Sie in unserem FAQ.

Kontakt

Sie haben Fragen oder Anregungen zum Ersatzneubau Dinklage – Essen. Gerne können Sie sich jederzeit an unsere zuständige Unternehmenssprecherin Katharina Krause wenden. Sie nimmt Ihre Anliegen auf und gibt Sie an das Projektteam weiter.